Diab’hitude
- Student*innen HEdS: Joana Jordao Marques, Leona Zenunaj, Claire Gapany
- Student*innen HEIA: Lionel Ding, Elwan Mayencourt, Ermal Fejzaj
Jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D) dabei helfen, den Kohlenhydratgehalt ihrer regelmäßig verzehrten Mahlzeiten besser einzuschätzen
Typ-1-Diabetes (T1D) ist eine chronische Erkrankung, bei der der Körper kein (oder fast kein) Insulin mehr produziert, häufig aufgrund einer Autoimmunerkrankung. Deshalb müssen Betroffene ihr Leben lang Insulin spritzen und ihren Blutzuckerspiegel überwachen. Im Alltag bedeutet dies, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, die Kohlenhydrate der Mahlzeiten zu berechnen, die Insulindosis je nach Ernährung, Sport, Stress, Krankheit usw. anzupassen sowie das Risiko einer Hypoglykämie (zu niedriger Blutzucker) und einer Hyperglykämie (zu hoher Blutzucker) zu bewältigen.
Die Zielgruppe dieses Projekts sind junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Typ-1-Diabetes, die sich oft in einer Phase der Selbstständigkeit befinden (Studium, erste Berufserfahrungen, aktiveres Sozialleben). Diese Phase kann die Diabetesbehandlung erschweren, da Tagesablauf, Mahlzeiten und körperliche Aktivität oft unregelmässig sind.
Die vorgeschlagene Lösung ist eine mobile App zur Unterstützung bei der Kohlenhydratberechnung. Die App zielt nicht darauf ab, die Kohlenhydrate aller möglichen Mahlzeiten zu berechnen, sondern konzentriert sich bewusst auf die Gerichte, die der Nutzer regelmäßig zu sich nimmt.
Bei jedem Versuch gibt der Nutzer Folgendes ein:
• den Blutzuckerspiegel vor der Mahlzeit,
• die in die Insulinpumpe eingegebene geschätzte Kohlenhydratmenge,
• den etwa zwei Stunden nach der Mahlzeit gemessenen Blutzuckerspiegel (zu diesem Zeitpunkt wird eine Benachrichtigung gesendet, um den Nutzer daran zu erinnern, den Versuch abzuschließen).
Anhand der festgestellten Abweichung zwischen dem Blutzuckerspiegel vor und nach der Mahlzeit passt die App die mit dem Gericht verbundene Kohlenhydratschätzung schrittweise an und berücksichtigt dabei die vom Nutzer angegebenen Rahmenbedingungen (z. B. Stress, körperliche Aktivität, Müdigkeit, Krankheit usw.). Nach mehreren übereinstimmenden Versuchen gilt das Gericht als kalibriert.
Die App speichert diese Informationen anschliessend in einem persönlichen Gerichtsprotokoll, das bei späteren Mahlzeiten abgerufen werden kann. So kann der Nutzer*in schnell eine zuverlässige Schätzung abrufen, ohne jedes Mal eine neue ungefähre Schätzung vornehmen zu müssen. Ein Diagramm pro Gericht ermöglicht es zudem, die Entwicklung der Versuche im Zeitverlauf und den Fortschritt der Kalibrierung zu visualisieren.
